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| Handball:
(Wilhelmshavener Handballverein) |
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Wer fährt zum Final Four?
Zum zweiten Mal haben die Bundesliga-Handballer des Wilhelmshavener HV die
Chance, ein Teil des größten Handball-Fests in Deutschland zu werden. Ihnen
fehlt noch ein Sieg, dann stehen sie in der Runde der letzten vier des
Pokal-Wettbewerbs. Diese Mannschaften treffen sich am 14. und 15. April in
der seit langem ausverkauften Hamburger Color Line Arena, um vor 12.500
Zuschauern den Sieger zu ermitteln. Das Hindernis, das der WHV auf dem Weg
nach Hamburg überwinden muss, ist allerdings sehr hoch. Am Mittwoch, 14.
Februar, 20.00 Uhr, empfängt er den deutschen Vizemeister und
Tabellenführer der Bundesliga, die SG Flensburg-Handewitt, in der
Nordfrost-Arena an der Friedenstraße in Wilhelmshaven.
Drei Jahre und vier Tage wird es am Mittwoch her sein, dass der WHV zum
letzten Mal im Pokal-Viertelfinale stand. Am 10. Februar 2004 verlor er in
einer packenden Partie mit 25:30 (12:14) gegen den HSV Hamburg, zu dieser
Zeit Fünfter in der Bundesliga. "Damals waren wir einfach noch nicht so
weit, das Final-Four zu erreichen", erinnert sich WHV-Trainer Michael
Biegler.
Doch die Zeiten haben sich geändert. "Wir wären eine Bereicherung für die
Spiele im April in Hamburg", sagt Biegler vor dem Vergleich mit dem
Pokalsieger von 2003, 2004 und 2005 im Viertelfinale. Dass die Flensburger
als klarer Favorit in die Begegnung gehen, ist für den WHV-Trainer trotzdem
keine Frage. Die Rollenverteilung steht fest: "Wir sind die Kleinen, die
sich freuen, eine der besten Mannschaften Europas empfangen zu dürfen",
bestätigt Biegler. Seine Spieler dürften aber als selbstbewusste
Außenseiter in die Partie gehen. "Wir waren schließlich in der Hinrunde in
unserer Halle mehrfach sehr nahe dran, gegen einen der Großen zu punkten",
erklärt Biegler. Der VfL Gummersbach (35:37), die HSG Nordhorn (30:31),
der deutsche Rekordmeister THW Kiel (32:34) und der SC Magdeburg (29:33)
waren in der Nordfrost-Arena, in der 2.450 begeisterte Fans regelmäßig für
grandiose Stimmung sorgen, in Schwierigkeiten geraten. Auf kräftigen
Rückenwind von den Tribünen setzt Biegler auch am Mittwoch. "Nur mit Hilfe
unserer Fans können wir diese Aufgabe lösen", sagt er.
Es war aber längst nicht nur die Atmosphäre in der Halle, die dazu führte,
dass sich zum einen einige der Spitzenteams gegen den WHV schwer taten und
zum anderen alle im Rennen um den Klassenerhalt wichtigen Heimspiele
gewonnen wurden. Dazu trug natürlich auch die Leistungsstärke des
WHV-Teams bei. Es hat sich inzwischen eine spielerische Klasse erarbeitet,
mit der es auch das Heimspiel gegen den TV Großwallstadt (25:23) sowie die
Partien bei der HSG Wetzlar, beim TuS N-Lübbecke und bei Eintracht
Hildesheim gewann. Tabellenplatz elf - nach 19 Spieltagen - und ein
respektabler Vorsprung auf die Abstiegsplätze sind der verdiente Lohn.
Die Wilhelmshavener überzeugen in dieser Saison mit ihrer mannschaftlichen
Geschlossenheit, die die Grundlage für eine attraktive Spielweise ist.
Spielmacher und Kapitän Oliver Köhrmann dirigiert eine Offensive, die
darauf setzt, mit schnellen Kombinationen zu Torchancen zu kommen. Dies
ist dann auch der Grund dafür, dass Biegler der Meinung ist, dass der WHV
beim Treffen der letzten vier im DHB-Pokal eigene Akzente setzen könnte.
"Wir präsentieren eine weitere Art, Handball zu spielen", sagt er. "Es
gibt Mannschaften, die gradlinigen Tempohandball spielen, und Teams, die
vor allem auf individuelle Klasse setzen. Wir bauen auf das
Mannschaftsspiel, damit könnten wir meiner Meinung nach das Final-Four
bereichern."
Das Pokalspiel am Mittwoch prägte schon die letzten Tage der Vorbereitung
auf die Fortsetzung der Saison nach der Pause für die Weltmeisterschaft,
an der auch die WHV-Spieler Renato Rui (Platz 19 mit Brasilien), David
Katzirz (Platz 9 mit Ungarn) und Torwart Adam Weiner (Vizeweltmeister mit
Polen) teilnahmen. "Wir haben auch schon für Mittwoch gearbeitet, als wir
uns auf die Partie beim VfL Gummersbach eingestellt haben", gab Biegler
zu. Dass der Auftritt beim Bundesliga-Dritten am Freitag aber mit einem
26:39 endete, stört ihn gewaltig. "Wir haben nicht dort angeknüpft, wo wir
im Dezember aufgehört haben", sagt er. "Es war klar, dass uns Spielpraxis
fehlt, deshalb war dies eine Partie, die auch noch zur Vorbereitung zu
zählen war." Dennoch sei es das Ziel gewesen, das bestmögliche Ergebnis zu
erzielen. "Das ist uns allerdings nicht gelungen. Der VfL hat uns von
Anfang an klar gemacht, dass er uns ernst nimmt. Er hat mit seiner besten
Aufstellung begonnen, nie locker gelassen und uns später zerpflückt", sagt
Biegler. "Vielleicht war es ja heilsam, dass wir so eine Abfuhr bekommen
haben. Jetzt wissen wir, wo Schwachstellen sind." Um diese zu beseitigen,
begann die Aufbereitung der Niederlage direkt nach dem Schlusspfiff. "Wir
müssen die Zeit, die wir noch haben, optimal nutzen", sagt Biegler.
Schließlich will sich der WHV am Mittwoch unbedingt wieder so stark und
kämpferisch präsentieren wie am Ende des ersten Saisonteils, um zu
beweisen, dass er verdient im Pokal-Viertelfinale steht, und um zumindest
in Reichweite des Halbfinales zu kommen. Der Trainer und seine Spieler
brennen jedenfalls darauf, genau das und vielleicht sogar mehr zu
erreichen. "Wir sind heiß auf den Einzug ins Final-Four", bestätigt
Biegler, denn wie selten sich die Chance bietet, dorthin zu kommen, wissen
die Wilhelmshavener genau. Sie haben drei Jahre und vier Tage auf eine
weitere gewartet.
Karten für den Pokalhit gibt es noch an den bekannten Vorverkaufsstellen,
über die WHV-Homepage oder in der WHV-Geschäftsstelle in der
Nordseepassage.
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 14.02.2007, 23:11 Uhr
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Berti Vogts Ich glaube, dass der Spitzenreiter jederzeit den Tabellenführer schlagen kann.
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